Leistungen
Grundwasserbohrung
Um Wasser aus einem Grundwasserreservoir zu schöpfen, muss ein Entnahmebrunnen angelegt (meistens in einer Tiefe von 5 bis 30 m) und eine Unterwasserpumpe installiert werden, die das Wasser an die Oberfläche pumpt. Nachdem es die WP passiert hat, wird das abgekühlte Grundwasser wieder ins Gelände zurückgeleitet, jedoch an einer anderen Stelle, damit das Grundwasserreservoir nicht abkühlt.
Bei einer Grundwasser-Wärmepumpe wird Grundwasser aus einem Förderbrunnen entnommen und durch einen sogenannten Schluckbrunnen zurückgeführt. Die Rückgabe kann auch über eine richtig bemessene Versickerungs-Anlage erfolgen. Die Qualität des Wassers ist von entscheidender Bedeutung für die Zuverlässigkeit des Systems. Entweder wird das Grundwasser direkt durch den Verdampfer-Wärmetauscher der Wärmepumpe zugeführt, oder zwischen Grundwasser und Verdampfer-Wärmetauscher wird zunächst noch ein Wärmetauscher dazwischengeschaltet.
Tiefenbohrung
Die Begriffe Tiefbohrung und Tiefenbohrung bezeichnen eine geologische Bohrung in tiefe Bodenschichten der Erdkruste. Tiefenbohrungen werden durchgeführt, um Lagerstätten durch geologische Bohrungen in tiefen Bodenschichten zur Exploration und Produktion von Erdöl, Erdgas oder Geothermie zu erschliessen.
Zur Durchführung von Tiefbohrungen im Onshore-Bereich (an Land) wird ein Bohrturm benötigt. Für Tiefenbohrungen im Offshore-Bereich (im Meer bzw. Schelf) werden Bohrplattformen oder Bohrschiffe eingesetzt.
Um Erdwärme (Geothermie) durch Erdwärmepumpen effektiv nützbar machen zu können, werden üblicherweise entweder Erdwärmekollektoren oder Erwärmesonden verwendet. Falls man sich aufgrund von baurechtlichen oder platztechnischen Gründen gegen Erdwärmekollektoren und für eine Erdwärmesonde entscheidet, muss man beachten, dass für den Betrieb der Letzteren eine Tiefenbohrung notwendig ist. Hierbei wird von speziell ausgerüsteten Tiefbohrunternehmen eine senkrechte, säulenförmige Tiefenbohrung durchgeführt. In Österreich beträgt die Tiefenbohrung – je nach Gesteinsschicht – zwischen 50 und 180 Metern. Die Erdwärmesonde wird daraufhin in das gebohrte Loch eingeführt und es kann mit der Wärmeentnahme begonnen werden.
